Frühjahr 2019 Teil 4

Abschied vom Bambusbach

Manchmal vergeht die Zeit doch wie im Flug. Es waren tatsächlich schon fast 5 Tage vergangen, als wir am letzten Donnerstag bei unseren Freunden am Bambusbach eintrafen. Zwischendurch ging es nur kurz Wäschewaschen beim Intermarché und Gas wieder auftanken an einer LPG Tankstelle, die auch deutsche Propangasflaschen befüllt. Ansonsten war Spazierengehen, Faulenzen und Lagerfeuer angesagt. Irgendwie wollten wir noch gar nicht weg von diesem schönen Fleckchen Erde, aber alles hat seine Zeit. Nun war halt die Zeit gekommen für einen Besuch im Outletstore Algarve in Loulé. Sabine ließ sich durch die Geschäfte treiben, Milka und ich machten unsere Runde und faulenzten anschließend in unserem Allradmobil Harry.

Outlet Center, immer interessant
Outlet Center, immer interessant


Anschließend machten wir uns dann auf den Weg zum Stausee Barragem do Arade. Dort angekommen stellten wir unseren Harry auf dem großen Platz unterhalb der Staumauer ab, da ich zuerst die rechte hintere Bremse kontrollieren wollte, bevor wir auf eine der Pisten fahren welche um den Stausee führen. Die Bremse war wie erwartet sehr heiß und das war vermutlich auch der Grund warum die Bremskontrollleuchte während der Fahrt anging. Schon wieder machte der Bremssattel Probleme, obwohl er ja vor 1,5 Jahren erst erneuert wurde. Nach Rücksprache mit unserer Werkstatt in Deutschland sollten wir das Ganze einfach im Auge behalten, da es durchaus sein kann, dass sich der Bremssattel wieder zurückstellt. Daher verzichteten wir auf eine Pistenfahrt entlang des Sees. Ich ging dann noch mit Milka hoch auf die Staumauer, um wenigstens noch ein wenig am See entlang zu laufen. Oben angekommen fragte mich dann eine Deutsche, die in der Nähe ein Haus besitzt, ob uns das blaue Wohnmobil gehören würde? Ich bejahte und sie erklärte mir dass es zurzeit keine gute Idee wäre dort die Nacht zu verbringen. Die GNR (Hüter des Gesetzes) würde seit 2 Wochen alle Plätze im Bereich des Stausees abfahren und an die Wohnmobillisten heftige Geldbusen von deutlich über 200 Euro verteilen, da übernachten in Wohnmobilen außerhalb ausgewiesener Bereiche in Portugal verboten ist. In der Vergangenheit standen in der Region Algarve, alleine an diesem See über 100 Wohnmobile zum Teil den ganzen Winter über. Damit sei nun Schluß und die Beamten würden für jeden Strafzettel eine Prämie bekommen damit sie endlich das Gesetz durchsetzen würden. Wir waren für diesen Hinweis sehr dankbar, denn so einen hohen Preis für eine Nacht war uns dann doch zu viel. Da wir aber keine Lust hatten auf einen der ausgewiesenen Stellplätze zu fahren, die derzeit dank der Aktionen der GNR total überfüllt sind, fuhren wir halt die 30 km wieder zurück zu unseren Freunden an den Bambusbach.
Tags darauf ging es nach dem Auffüllen unserer Wasservorräte im nächsten Ort auf zum Teil engen pistenartigen Nebenstraßen weiter durch eine bezaubernde Berglandschaft in östliche Richtung bis nach Odeleite, das noch in der Region Algarve liegt. Auf dem dortigen Stellplatz standen bei unserer Ankunft nur wenige Fahrzeuge und die Stellflächen sind großzügig bemessen Die Nacht kostet inklusiv Wasser und Dusche 5 Euro, Strom 3 Euro und die GNR belästigt einen nicht!

Stellplatz bei Odeleite
Stellplatz bei Odeleite


Nach einer sehr ruhigen Nacht führte unsere Reise nun etwas in nördliche Richtung nach Mértola, das nicht allzuweit von der spanischen Grenze entfernt ist und am Fluss Guadiana liegt. Über der Altstadt tront eine mächtige alte Festung .
Die Geschichte der Stadt geht noch vor die Zeit der Phönizier, Römer und Mauren zurück, die alle schon hier gesiedelt haben und ihre Spuren hinterließen.

Mertola
Mertola
Nein, das war nicht Sabines Werk :)
Nein, das war nicht Sabines Werk 🙂
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola
Schwalben wohnen auch in dem Dorf
Schwalben wohnen auch in dem Dorf
Mertola
Mertola
Mertola
Mertola


Auf der anderen Seite des Flusses sah ich ein größeres Gebäude, das den Anschein erweckte als würde es leerstehen und nicht mehr benutzt werden – das erste Ziel am nächsten Tag! Ich entdeckte an dem Gebäude eine Eisenschiebetür die nicht gesichert war, und schwups war ich drinnen. Mehrere Stockwerke hoch ist dieser Lost Place und ist von seinen Dimensionen her schon beeindruckend. Das Treppenhaus ist mit Vorsicht noch begehbar, so dass man die einzelnen Stockwerke besichtigen kann. Das Gebäude ist in früheren Zeiten eine große Mühle gewesen. Heute wird es vorwiegend von Tauben als Nist und Wohnstätte genutzt.

Mertola
Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola
Lost Place in Mertola


Anschließend fuhren wir dann nur einige Kilometer weiter zu einem wahrhaftig gigantischen Lost Place. Es handelt sich um die Ruinen der ehemaligen Kupfermine von São Domingos. Viele, zum größtenteils zerstörte Gebäude, sowie Abraumhalden und einen nicht gerade zum Baden einladenden, tiefbraunen giftigen kleinen See kann hier noch bestaunt werden.

Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos - Abraumhalde
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos – Abraumhalde
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos - hier herrscht Badeverbot
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos – hier herrscht Badeverbot
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos
Aufgegebene Kupfermine Sao Domingos


Nachdem uns bewusst wurde, wie viele Giftstoffe hier noch im Boden und durch Ausdünstung auch in der Luft vorhanden sind, verzichteten wir auf unseren Plan hier zu übernachten. Stattdessen fuhren wir ein paar Kilometer weiter und entdeckten eine kleine Piste die von der Asphaltstraße abzweigte. Dieser folgten wir kurz entschlossen und fanden nach ein paar Kilometern einen Platz mit schöner Aussicht auf den als Viehweiden genutzte Landschaft.
Das wurde unser Platz für das Wochenende!

Wochenendplatz
Wochenendplatz


Es war kurz vor 3 Uhr in der Nacht, als der Alarm an meinem Smartphone anging und mich daran erinnerte, dass ich ja versuchen wollte noch ein paar Bilder von der Milchstraße zu bekommen. Der Mond war noch nicht ganz untergegangen und tauchte die Landschaft in schwaches Licht als ich die Kamera mit dem Stativ in Position brachte. Noch war nichts von der Milchstraße zu sehen, aber als der Mond dann hinter dem Horizont verschwand zeigte sie sich sachte am Firmament. Eine halbe Stunde später war sie dann mit bloßem Auge sehr gut erkennbar und ich konnte den Auslöser meiner Kamera drücken.

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