Baltikum und Skandinavien 2018 Teil 6

Dienstag 7.08.2018
Die letzten beiden Tage verbrachten wir in der Hansestadt Riga. Bisher die schönste Stadt auf dieser Reise!
Während die litauische Hauptstadt Vilnius vor allem durch den Barock geprägt ist, zeichnen Riga zum einen der Jugendstil und zum anderen die vielen Holzbauten aus dem 18. Jahrhundert und Gebäude aus der Zeit der Hanse aus. Riga sollte man sich auf jeden Fall anschauen, wenn auch mittlerweile wie in anderen Städten auch viel auf den Tourismus ausgerichtet ist. Ein Bummel durch die Altstadt ist ein echtes Erlebnis, man fühlt sich tatsächlich in vorige Jahrhunderte zurückversetzt. Nicht nur mit schönen und restaurierten Gebäuden wartet die Sradt auf, sondern es gibt hier sehr viele Parks und vor allem viel Gastronomie. Viele Kneipen und Bars haben allerdings erst ab dem Abend geöffnet und dadurch dürfte die Stadt auch ein sehr reges Nachtleben aufweisen. Wir waren allerdings nur tagsüber in der Stadt. Am Rande der Altstadt schließen sich einige Straßen an, in denen noch sehr schöne Jugendstilgebäude stehen. Vieles ist allerdings auch noch zu tun. Als ein besonderes Highlight empfanden wir die russisch orthodoxe Kathedrale. Außen wie innen einfach nur schön. So etwas haben wir bisher noch nie gesehen.

Als Ausgangspunkt für unsere Exkursion in die Altstadt haben wir den Riga City Camping ausgewählt. Von hier aus ist man in ca 30 Minuten zu Fuss in der Altstadt. Wer sich die Wegstrecke sparen will kann sich für 5 Euro auch mit dem Taxi hinfahren lassen.

Heute Morgen verließen wir Riga mit dem Gefühl, dass wir hier auf jeden Fall wieder herkommen werden! Unser Weg führte uns nun in den Gauja Nationalpark. Der Vormittag war allerdings ziemlich verregnet und so fuhren wir direkt zum in dem Nationalpark gelegenen Ligatne Wildpark. Das Wetter hatte sich nun auch ein wenig gebessert und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Hier in dem Wildpark wollten wir eine 2 stündige Rundwanderung machen. Zu unserer Überraschung durften wir unseren Hund Milka nicht mit auf das Gelände mitnehmen, auch nicht an der Leine. Somit verzichteten wir auf den Rundgang im Park und machten außerhalb einen größeren Spaziergang. Dabei entdeckten wir einen schönen Übernachtungsplatz zu dem wir dann auch hinfuhren. Manchmal hat auch ein Hundeverbot etwas Gutes.

Mittwoch 8.8.2018
Das einzige Geräusch was ich heute Nacht außerhalb unseres Schmetterlings hörte war das Gebell von einem Rehbock. Solch einen ruhigen Übernachtungsplatz hatten wir selten.

Wir blieben heute noch im Gauja Nationalpark. Zuerst schauten wir uns die kleine, über 800 Jahre alte Stadt Cesis an. Hier stehen viele ältere Holzhäuser und sie besitzt noch einen mittelalterlichen Flair. Die Kirche der Stadt wurde während der Sowjetzeit wie so oft als Lagerhalle verwendet. Derzeit ist man aber dabei sie vollständig wiederherzustellen. Daher wird bei der Besichtung auch um eine kleine Spende gebeten. Von der einstigen Burg des Schwertritterordens stehen allerdings nur noch ein paar Ruinen. Ansonsten ist das Städtchen aber sehr überschaubar.

Anschließend sind wir auf einen sich 6 km außerhalb von Cesis liegenden Waldparkplatz gefahren. Von hier aus startet ein etwa einstündiger Rundweg an den Fluß Gauja, von dem auch der Name des Nationalparks stammt. Zuerst führt er an einen Aussichtspunkt (Adlerhorst genannt )auf die Felsen über dem Flußtal, danach geht ein Abzweig auf Holztreppen zum Fluß an eine Milkabadestelle hinunter. Ansonsten führt der Weg aber oberhalb auf den Felsen entlang.

Samstag 11.8.2018
Am Donnerstag erreichten wir Estland. Zuerst fuhren wir in Lettland die Ostseeküste ab um einen ruhigen und einsamen Platz für das Wochenende zu finden. Fehlanzeige! Hier ist sehr viel privat und die wenigen öffentlich zugänglichen Plätze waren sehr gut belegt. Nichts für uns! Daher fuhren wir auf der Küstenstraße weiter zum nördlichen Nachbarn. Dort entdeckten wir einen Weg ohne irgendeine Beschilderung, der in Richtung Meer zu führen schien. Ich ging diesen Weg zuerst zu Fuss entlang, um zu schauen wo er hinführt und ob er für unseren Harry befahrbar war. Er war es und nun stehen wir direkt auf einer flachen Düne mit wunderschönem Meerblick. Tagsüber kommen nur vereinzelt ein paar Familien, um in der flachen Ostsee Abkühlung zu suchen, ansonsten sind wir alleine.


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