9. Baltikum und Skandinavien 2018

Montag 27.8.2018
Hier im Pyhä-Häkin Nationalpark gibt es mehrere Wanderrouten. Angefangen von einer kleinen Runde von etwa 30 Minuten bis zu der großen 17 km langen Tour. Wir entschieden uns für die 6.5 km lange Tour für die wir 2 h brauchten. Der Nationalpark besteht aus naturbelassenem Wald und einigen Hochmooren, die teils noch über einen See verfügen. Inmitten des Parks liegt eine Grillstelle mit Shelter, die nur zu Fuß erreichbar ist. Darin befindet sich ein Holzkochofen mit Töpfen und Pfannen, auch gespaltenes Holz zum Verfeuern ist reichlich vorhanden. So eine Ausstattung wäre in Deutschland nicht lange komplett. Die Lage des Shelters direkt an einem See ist für Wanderer ein idealer Nachtplatz.

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Freitag 31.8.2018
Die letzten Tage waren vor allem Fahrtage. Wir haben uns am Polarkreis mit Freunden verabredet. Es ging nun auf der E63 nordwärts nach Puikkola. Die Straße führt mitten durch das Seengebiet von Finnisch Karelien.

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Übernachtungsplatz an einem einsamen See

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Immer öfters stehen nun Rentiere am Straßenrand und äßen. Da heißt es aufpassen, denn manche von ihnen sind absolut nicht straßenverkehrstauglich.
Wir fuhren daher nicht allzu schnell, was mit Harry eh nur bedingt möglich ist. Da war plötzlich ein Knall und Harry bekam einen Schwindelanfall. Zum Glück war gerade an dieser Stelle eine etwas breitere Abfahrt von der Straße in einen Waldweg. Aber was ist passiert? Wir sahen sofort was los war, der rechte Hinterreifen hatte schlagartig sein Leben ausgehaucht und an der Reifenseitenwand hing ein loser Gummifetzen weg. Also war mal wieder Reifenwechseln angesagt, darin haben wir ja zum Glück Übung. Danach fuhren wir im nächsten Ort zu einer KFZ Werkstatt. Glücklicherweise hatten wir außer dem Reserverad noch einen neuen Reifen dabei, denn der linke Hinterreifen hatte auch schon leichte Rissbildung. Das Problem jedoch war dass der Reifendichtring der Sprengringfelge einen Riss hatte. Solch eine Ring müsste von Deutschland aus geschickt werden, da er in Finnland nicht verfügbar ist. Einer der Monteure hat ihn dann kurzerhand geklebt und ihn auf der Felge mit dem schon leicht geschädigten Reifen montiert und der wird nun als Ersatzrad genutzt, in der Hoffnung, dass er im Falle eines Gebrauchs uns bis zur nächsten Werkstatt hält. Dann allerdings hätten wir mindestens eine Woche Zwangsaufenthalt, da dann Dichtring und Reifen aus Deutschland geschickt werden müssten. Das Problem an dem kaputten und an dem schon leicht geschädigten Reifen ist, dass alte schon vorgeschädigte Reifen zum Runderneuern genutzt wurden und diese dann die Belastung auf den Hinterrädern nicht mehr standhalten. Wir werden in Zukunft keine runderneuerten Reifen mehr kaufen.

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Ob der wohl auch einen Reifenplatzer hatte?

Gestern Nachmittag kamen wir aber pünktlich zu unserer Verabredung mit Gabi und Jürgen am Nordpolarkreis an.
Wir hatten bisher nur über Facebook Kontakt zueinander, waren uns aber sofort sympathisch. Es war ein schöner Nachmittag und Abend und wir hatten uns bei portugisischem Rotwein jede Menge zu erzählen.
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Heute Morgen trennten sich allerdings unsere Wege wieder. Die Beiden fahren nun in Richtung Schweden und wir in südöstlicher Richtung zu dem Nationalpark Oulangan an der russischen Grenze, aber wir hoffen doch auf ein Wiedersehen evtl im Januar in Marokko oder Anfang März in Portugal.

Sonntag 2.9.2018
Der National Oulangan ist wirklich einen Besuch wert! Obwohl wir nach dem Treffen mit Gabi und Jürgen wieder 100 km in Richtung Süden fahren mussten, hat sich dieser Umweg richtig gelohnt. In dem Nationalpark gibt es diverse Wanderrouten und wir suchten uns die mittlere Tour “ kleine Bärenrunde“ mit 12 km aus. Hervorragend angelegter Trail durch die Wildnis, teils über Treppen, teils auf gut angelegten Waldpfaden und als Highlight 3 Hängebrücken. Hängebrücken? Da war doch was – achja Milka war da bisher absolut dagegen. Die Taktik war dann, Sabine läuft mit Leckerlis vorneweg und ich folge dann Milka. An der ersten Brücke angekommen trauten wir dann unseren Augen nicht! Milka ging sofort auf die Brücke und ging dann hinter Sabine etwas breitbeinig, aber relativ entspannt auch ohne Bestechungsleckerli hinüber. Dieser Hund überrascht uns immer wieder!
Die Tour war sehr gut in 4h zu laufen, aber ein wenig Kondition sollte man schon mitbringen.

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Shelter im Nationalpark


Am Nachmittag fuhren wir dann wieder ein wenig westwärts zum Riisitunturin Nationalpark der nur 40 km entfernt war um dort noch eine 1,5 stündige Wanderung auf den Riisitunturi zu machen, von wo man aus einen guten Rundblick hat und es dort besonders im Abendlicht sehr schön sein soll. Aber leider haben uns die Wolken nur einen bescheidenen Blick vom Berggipfel gewährt. Auf dem Rückweg haben wir dafür jede Menge Steinpilze und Birkenpilze gefunden und dadurch war dann auch das Abendessen gesichert.

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Heute ging es dann wieder in Richtung Norden in das Skigebiet Pyhä. Achtung! Die Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Skyzentrum bestehen nur noch auf dem dortigen sehr vollen Stellplatz.
Wir fuhren daher noch einige Kilometer weiter und fanden auf einem Parkplatz eine sehr ruhige Übernachtungsmöglichkeit.

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