10. Baltikum und Skandinavien 2018

Samstag 8.9.2018
Manchmal kommt alles anders als man es will!
Montag und Dienstag ging es immer weiter nordwärts. Am Montag überwiegend auf Nebenstraßen, die aber erstaunlicherweise gut ausgebaut waren.

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Der Herbst ist da und die Birken färben sich Gelb

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Erst gegen Nachmittag stießen wir dann wieder auf die Hauptroute E75. Etwas abseits an einem See, den der aufgestaute Fluß dort bildet, fanden wir einen schönen Stellplatz.

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Besuch in einem Cafe zum Pfannkuchenessen

Am Dienstag war das Ziel das Skigebiet Kaunispäa, wo man oben auf dem Berg mit dem Wohnmobil stehen kann und einen sehr guten Blick in Richtung Norden hat. Wir hofften darauf einmal das Polarlicht zu sehen, was uns aber wegen der starken Bewölkung verwehrt blieb.

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Die Wolken berühren den Boden


Als wir am Mittwochmorgen unsere Reise in Richtung Norwegen fortsetzen wollten, stellten wir fest, dass der hintere rechte Reifen leicht Luft verlor. Waren allerdings nur 0.7 Bar. Durch den Reifenplatzer ein paar Tage zuvor und den schon leicht beschädigten linken Hinterreifen mussten wir ja das Ersatzrad montieren, welches in Marokko repariert wurde. Wir besaßen daher nur noch ein schon leicht beschädigtes Ersatzrad, welches nur als absoluter Notnagel mit einem unguten Gefühl im Bauch bis zur nächsten Werkstatt einsatzbereit war. Daher entschlossen wir uns nach einer erneuten Luftdruckprüfung in Inari ( 0,2 Bar Druckverlust) auf den Besuch von Norwegen schweren Herzens zu verzichten. Leider startet nun der Motor von Harry auch noch erst nach einigem orgeln. Irgendwie bekommt er beim Starten nicht gleich Diesel. Manchmal kommt halt einfach alles zusammen. Wir werden daher nun langsam über Schweden die Heimreise antreten. Auf dem Weg in Richtung der schwedischen Grenze verloren wir aber nun an dem besagten Hinterreifen immer mehr Luft. Daher fuhren wir nach einem vorzüglichen Abendessen im Hotel Pallas im Pallas -Yllästunturi Nationalpark, wo wir übernachten und am nächsten Tag wandern wollten, noch weiter zu der nächstgelegenen KFZ Werkstatt in Muonio und übernachteten dort vor dem Tor. Am Mittwochmorgen dann die Enttäuschung: Hier in Muonio könnte der Reifen nicht repariert werden, sie würden nur PKW machen. Die nächste Möglichkeit wäre 80 km weiter südlich in Kolari wo eine größere Reifenwerkstatt wäre, die auch LKW Reifen hätten. Also den Reifen (der übernacht wieder ziemlich platt war) wieder aufgepumpt und los ging es in Richtung Süden, ist ja nun eh unsere Richtung. Die Mechaniker in der Werkstatt in Kolari nahmen sich der Sache sofort an. Der Riss in dem Reifen war über 7 cm lang und hätte nie repariert werden dürfen, denn sowas hält dann nur ein paar hundert Kilometer. Naja in Marokko wird halt alles was kommt mit dem Kommentar “ No Problem “ repariert – wieder was dazu gelernt!

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Nun standen wir blöd da und hatten kein vertrauenswürdiges Ersatzrad mehr, das uns bis nach Hause bringen würde!
Wir müssen nun eine Zwangspause bis mindestens Dienstag einlegen, wenn es dumm läuft bis zum nächsten Donnerstag, denn solange dauert es bis ein neuer Reifen da ist. Da wir auf den Vorderrädern auch noch die runderneuerten Reifen von Lerma Gomme drauf haben entschieden wir uns gleich 3 neue Michelin Reifen zu bestellen. Zu den Reifen der besagten italienischen Firma haben wir keinerlei Vertrauen mehr und einen Reifenplatzer wollen wir nicht noch einmal erleben, vor allem nicht an einen Vorderrad. Kurzum kam der nicht vertrauenswürdige Italiener hinten drauf, damit wir uns in der Region bis zum Eintreffen der Neureifen etwas bewegen können. Da war ja aber noch das Problem mit dem schlechten Anlaufen unseres Harry. Man erklärte uns in ca. 20 km entfernt wäre eine kleine Werkstatt die sich damit auskennt, also wir fuhren dort hin. Nach einigem Suchen fand der Mechaniker dann die Ursache: Die Vorförderpumpe leckt und daher läuft der Diesel nach Motorabschaltung wieder in Richtung Tank zurück und beim erneuten Start muss er dann erst wieder angesaugt werden. Auf meine Frage hin ob man dieses Problem hier beheben können bekam ich eine nicht erhoffte Antwort: Im Prinzip ja, aber erst in 2 Wochen, da man total ausgebucht wäre.

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Wir sollen ins etwa 250 km entfernte Rovaniemi fahren dort wäre eine größere LKW Werkstatt und dort könnte dann auch das Ersatzteil schneller besorgt werden. Meine Stimmung tendierte nun gegen Null! Also rief ich unsere Werkstatt in Deutschland an. Dort meinte man, solange das Fahrzeug nach einigem Orgeln anspringt und während der Fahrt nichts zu bemerken sei, sollen wir einfach weiterfahren. Höchstwahrscheinlich würden wir damit bis nach Hause kommen – das hoffen wir nun mal. Nun aber müssen wir erst mal auf unsere neuen Reifen warten!
Hier im Norden von Finnland sind die Werkstätten wirklich sehr dünn gesät, vor allem wenn man einen kleinen LKW fährt. Aber mit jedem Kilometer kommen wir nun Schweden und dadurch den weiter südlich gelegenenen größeren Städten mit LKW Werkstätten wieder näher.
Etwa 40 km entfernt von der Reifenwerkstatt entfernt fanden wir imSkigebiet Ylläs am Hang des Berges einen ruhigen Parkplatz mit Aussicht nach Norden. Hier konnten wir das erste Mal ein Polarlicht fotographieren! Es war zwar relativ schwach und war mit dem blosen Auge fast nicht zu sehen, aber mit der Kamera konnten wir es einfangen.

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