13. Baltikum und Skandinavien 2018

Samstag, 29.09.2018

In der Nacht von Samstag auf Sonntag zeigten sich wieder Polarlichter. Leider konnte ich aber keine so schöne Aufnahmen mehr machen, da der Himmel doch zum größten Teil wolkenverhangen war.
Am Sonntagvormittag war dann wieder Streckemachen angesagt, denn wir hatten ja noch 2800 km bis nach Hause. Die Strecke verlief fast ausschließlich durch fast endlose Wälder, die ab und zu von einem See oder einer kleinen Ortschaft unterbrochen wurden. Also um Energie zum Heizen müssen die Schweden sich keine Sorgen machen, bei diesem Holzreichtum.

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An einem See bei Storuman, an dem wir für die Mittagspause anhielten, beschlossen wir den Rest des Tages zu verbringen. Wir hatten einfach keine Lust mehr weiter zu fahren. Hier gab es außerdem freie Sicht nach Nordost und für die Nacht sagte die Aurora App wieder viele Polarlichter voraus. Nun musste nur noch der Wettergott ein Einsehen haben und dem kräftigen Wind, der an diesem Tag blies bitten, dass er doch einfach die Wolken davonwehen soll.

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Ich weiß nicht an wem von den Beiden es lag, aber wir bekamen in dieser Nacht kein einziges Polarlicht zu Gesicht. Schade, denn von km zu km wo wir weiter in Richtung Süden fahren, sinkt die Möglichkeit, es nochmals zu sehen.
Am nächsten Morgen machten wir uns dann wieder auf den Weg, um der Heimat ein weiteres Stück näher zu kommen. Der Übernachtungsplatz an diesem Tag war, wie könnte es anders sein, wieder an einem See. Dort verwöhnte uns am Nachmittag wenigstens noch die Sonne etwas. Der Himmel war am Abend noch klar, aber später kamen dann leider immer mehr Wolken. Wir sahen aber noch einen schönen Mondaufgang.

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Danach regnete es während der Nacht immer wieder. Tags darauf wollten wir dem Kretsloppshuset in Mörsil einen Besuch abstatten. Dieses Haus ist ein von der EU gefördertes Öko-Kreislaufhaus das auch ein leckeres vegetarisches Mittagsbuffet anbietet. Aus dem Buffet und der Besichtung des Hauses wurde leider nichts! Es war geschlossen und hat derzeit nur Freitag bis Sonntag geöffnet. So ist es halt wenn man außerhalb der Saison durch Schweden reist. Daher fuhren wir doch noch ein Stück auf der E45 weiter gen Süden. Unser Übernachtungsplatz war? Klar wieder mal an einem See ??, diesmal in der Nähe von Åsarna wo wir total einsam am Badestrand standen.

 

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Als wir am Mittwoch auf der E45 weiter fuhren, sahen wir gegen Mittag, ein Schild mit der Aufschrifft „Hamra Nationalpark 5 km“. Wir folgten dem Schild und kamen über eine Schotterpiste zu einem mitten im Wald gelegenen Wanderparkplatz. Auf großen Tafeln war alles über den Park erklärt, auch dass wir uns hier in Bärenland befänden aber es ließ sich leider keiner der Burschen sehen. Auf einer der Tafeln waren hier zwei kleinere Rundwanderungen von je ca. 3 km Länge beschrieben. Das war doch was für uns! Kurzerhand nahmen wir dann Tour 1 in Angriff und waren derart begeistert von dem durch schwedischen Urwald verlaufenden Pfad, sodass wir auch noch die 2. Tour gemacht haben. Diese verlief als Kontrast zur ersten Tour fast ausschließlich auf Holzbohlen durch Moorgebiet zwischen kleineren Moorseen hindurch. Nach unserer Rückkehr zu unserem Fahrzeug wuchs allerdings der schon kräftige Wind immer mehr zu einen kleineren Sturm an und da wir ja mit unserem Harry mitten im Wald standen, war es uns schon etwas mulmig bei den stark schwankenden Bäumen rings um uns herum. Der Sturm legte sich glücklicherweise wieder am späteren Abend und wir verbrachten dann doch eine sehr ruhige Nacht.

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Kurz vor Mora nahm dann der Verkehr deutlich zu, so viele Fahrzeuge die sich in diese Stadt reinbemühten waren wir echt nicht mehr gewohnt, nach den vielen Wochen in Lappland. Daran müssen wir uns erst wieder gewöhnen!
In der Nähe von Mora besuchten wir eine Werkstatt in der Dala Holzpferde in Handarbeit hergestellt werden und später noch in Leksand die dortige Knäckebrotfabrik. Da gegen Nachmittag wieder Regen einsetzte, stellten wir uns in der Nähe von Leksand auf einen Parkplatz direkt am Siljansee.

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Der Herbst ist nun auch im südlicheren Teil von Schweden angekommen, mit Wind, Regen und zwischendurch immer wieder Sonne. Die Tagestemperaturen gehen nun nur noch selten über die 10 Grad hinaus und Nachts gibt es nur noch 4 Grad. Es wird echt Zeit, dass wir wieder nach Hause kommen.
Nach einer weiteren Übernachtung oberhalb des Vänern, mit toller Sicht auf den riesigen See und einem wunderschönen Sonnenuntergang, erreichten wir heute nun wieder in Varberg die Ostsee.

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Auf einem Natur-Parkplatz bei einem kleinem Leuchtturm haben wir uns für das Wochenende einquartiert. Am Montagmorgen geht von Varberg aus unsere Fähre nach Dänemark und dann wollen wir zügig auf der Autobahn nach Hause fahren.

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