Bretagne Oktober 2014

Im Norden der Bretagne

1. Oktober 2014

Zunächst ging es nicht nach Westen in Richtung Bretagne sondern in die entgegengesetzte Richtung nach Osten an den Federsee. Dort verbrachten wir die Nacht auf dem Parkplatz beim Federseemuseum, wo wir frühmorgens einen Spaziergang auf dem ca. 1 km langen Steg durch das Schilf zum See machten. Um diese Tageszeit herrscht hier noch absolute Ruhe und es ist ein echter Genuss mitzuerleben wie die Natur mit ihren Stimmen und Lauten erwacht.

Nach dem Frühstück ging es dann nach Biberach an der Riss. Diese Stadt hat eine sehr schöne Innenstadt mit dem unserer Meinung nach schönsten Marktplatz in Süddeutschland.

 

Nach einem ausgiebigen Altstadtbummel fuhren wir dann auf der sich in Oberschwaben sehr markant von der Umgebung heraushebenden Erhöhung: dem Bussen mit seiner Kirche. Nach einem Spaziergang vom dortigen Parkplatz hoch zur Kirche und der benachbarten Burgruine, von wo man einen einzigartigen Blick über Oberschwaben hat, ging es zum Übernachten auf den Parkplatz eines Naturfreibades in der Nähe.

Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter zum Kloster Andechs wo wir uns mit unseren Freunden vom Stammtisch SüdWest trafen um Buße für die zurückliegenden Touren und Festivitäten zu tun.
Nach einem sehr schönen und lustigen Abend mit Bier und guten Essen mit anschließendem Weiterfesten ab 21.00 Uhr (Ab 21 Uhr muss man den heiligen Berg verlassen und auf dem Parkplatz Weiterbeten), auf dem dortigen Parkplatz (den man zwischenzeitlich mit Wohnmobilen nicht mehr benutzen darf, sondern auf den angrenzenden neuen begrenzten Womo Stellplatz muss) fuhren wir dann am nächsten Morgen in Richtung Westen.

Nach einem Einkaufstop in Biberach kamen wir dann am nächsten Tag ,mit einem Zwischenübernachtung bei Void Vacon, in Fugères an. Fugères ist vor allem durch die größte mittelalterliche Burganlage Europas bekannt. Diese Anlage wollten wir am nächsten Tag erkunden! Aber wie das Lebens halt so manchmal spielt war die Anlage am nächsten Tag geschlossen. Außerdem regnete es in Strömen. Also beschlossen wir an den Mont Saint Michel zu fahren.

Den Parkplatz direkt vor der Klosteranlage gibt es leider nicht mehr. Man muss daher weit außerhalb auf einem neuen riesengroßen Parkplatzareal parken kann aber dann kostenlos mit Shuttlebussen an den Berg fahren. Dafür ist die Parkplatzgebühr für 24 Stunden auch nicht von schlechten Eltern. Wir bezahlten fast 28 Euro. Der Besuch des Berges lohnte sich aber allemal da wir von dort einen sehr schönen Blick ins Land und über die Wattlandschaft hat, welche bei Ebbe den Berg umgibt. Ansonsten ist hier alles nur auf die Touristen ausgerichtet mit allem den ganzen Kitsch, was an solchen Orten heutzutage überall angeboten wird.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann früh auf, um nach Saint Malo zu fahren.

Auf der Fahrt dahin kamen wir dann noch zufällig  an einem Menhir vorbei.

Problemlos bekamen wir unweit der Stadtmauer einen Parkplatz für unseren Kastenwagen.

Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung, einem Rundgang auf der Stadtmauer und einem sehr guten Mittagessen mit Galette und Cidre setzten wir unseren Weg dann nachmittags fort bis zum Cap Frehel. Die nächsten beide Nächte verbrachten wir dann auf dem dortigen Stellplatz, welcher um diese Jahreszeit gebührenfrei und sehr wenig besucht ist. Tagsüber wanderten wir eine an der Steilküste entlang.

Ruhelos wie wir nun einmal leider sind, führte uns unser Weg weiter über Hillion

an den Pont de Bilfort. Da kann man sehr ruhig und ungestört ein paar Tage verbringen um Wanderungen entlang der Küste zu machen, was wir nun auch taten um endlich aus dem Alltag wegzukommen.

Danach ging es dann nach Ploumanach an die Cote de Granit Rose.

Diesen Abschnitt der Küste sollte man auf keinen Fall auslassen auf einer Reise in die Bretagne. Übernachten mit dem Wohnmobil ist in Ploumanach zumindest in der Saison so gut wie unmöglich. Aber ein Stück weiter der Küste entlang gibt es jede Menge Möglichkeiten auf Parkplätzen direkt oberhalb der Steilküste. Man muss sich halt ein wenig Zeit nehmen zum Suchen. Aber außerhalb der Saison ist das absolut kein Problem.
Der Sonntagmorgen überraschte uns dann mit Dauerregen. Daher beschlossen wir diesen Tag zu nutzen und auf Calvarientour zu gehen. Über Plougonven, St.Theogonnec, Guimiliau ging es zum Schluss nach Lampaul wo wir überall die Calvariensteine anschauten.

Danach hatten wir genug Calvariensteine gesehen und wir beschlossen nun nach Quimper zu fahren um nächsten Tag dort ein wenig auf Shoppingtour zu gehen. Die Stellplatzsuche dort erwies sich als nicht gerade einfach. Die im Womoführer empfohlenen Parkplätze entlang des Flusses sind nur etwas für für absolut lärmunempfindliche Menschen daher nichts für uns. Hinter dem Bahnhof wurden dann auf einen größeren Parkplatz aufmerksam aber die Zufahrt war auf 2m Breite beschränkt. Wir probierten es dennoch. Mit Hilfe meiner Einweiserin Sabine schafften wir es dann doch auf den Parkplatz zu gelangen und verbrachten dort eine ruhige Nacht. Am nächsten morgen marschierten wir dann zur Innenstadt. Aus der geplanten Shoppingtour wurde dann jedoch leider nichts. Wie wir feststellten mussten haben Montags hier fast alle Geschäfte geschlossen. Man sollte sich halt vor Reisebeginn gründlicher über die Gepflogenheiten im Reiseland informieren.

Also fuhren wir nach einem Stadtrundgang der uns nicht besonders begeisterte, da Quimper nach aus unserer Sicht nicht so sehenswert ist, wieder nach Norden an die Küste nach Cléden-Cap-Sizum wo wir eine 2 Stündige Wanderung auf den Klippen machten und dann die Nacht auf dem dortigen Parkplatz verbrachten.

Am nächsten Vormittag fuhren wir dann über das Point du Van und den Pointe du Raz an den Pointe du Brezellec wor wir dann fast 3 Tage blieben und ausgiebige Fußtouren entlang der Küste machten – Erholung pur. Langsam ging unser Urlaub aber dann doch zur Neige und wir beschlossen noch ein Highlight in der Bretagne anzufahren und zwar das Dorf Locronan. Locronan ist ein sehr schönes mittelalterliches Dorf mit hübschen Häusern und einer eindrucksvollen Kirche.

Die Geschäfte dort welche fast ausschließlich touristisch geprägt sind hatten um diese Jahreszeit fast alle schon geschlossen, worüber wir nicht traurig waren. Denn das was dort angeboten wird, wird auch in fast allen anderen Touristenpunkte in der Bretagne angeboten. Zum Teil bekommt man schon den Eindruck, dass es den Touristen heute nur noch um Essen gehen und Souvenirshop Besuchen geht. Dabei hat dieses Land so unendlich viel schöne Seiten zu bieten. Den Nachmittag und die Nacht verbrachten wir dann auf dem Ménez-Hom, einem der höchsten Erhebungen in der Bretagne in Küstennähe. Von dort hat man einen herrlichen Rundblick über die Küste und das Hinterland.

Nun ging es wieder zurück nach Fougères mit einem Zwischenstop an der Kapelle Montagne St.Michel von wo man auch wieder eine schöne Sicht auf die Landschaft der Bretagne hat.

In Fougères angekommen fing es wieder heftig an zu regnen, sodass wir am nächsten Tag dann doch auf die Besichtigung der Burganlage verzichteten. Wir hoffen doch mal wieder hierher zu kommen aber dann bei besserem Wetter.

Nach einer weiteren Zwischenübernachtung in der Nähe von Nancy erreichten wir Donnerstags dann wieder unseren Heimatort.
Der nördliche Teil Bretagne hat uns echt begeistert und wir werden mit Sicherheit wieder einmal dort hin fahren.