April – Perigord und Atlantik

Am 28. März war es soweit! Wir trafen uns am Mittag mit unseren Freunden aus der Pfalz in Wissembourg auf dem Parkplatz des Simply Supermarktes. Die Einkäufe waren schnell erledigt. Zusammen fuhren wir dann mit zwei Kastenwagen nach Sarlat ins Perigord, mit einer Zwischenübernachtung am Angelsee in Treteau.

Nachdem wir unsere Kastenwagen auf dem Stellplatz in Sarlat la Caneda abgestellt hatten, ging es zu einer ersten Erkundung in die Altstadt.Am Abend traf dann noch ein befreundetes Ehepaar mit seinem Kastenwagen in Sarlat ein. Zusammen machten wir dann die Stadt unsicher. Ein muss ist auf jedenfall der Markt am Samstag. Hier findet man alles was die Region kulinarisch  zu bieten hat. Und das ist nicht wenig. Sarlat selber ist eine sehr schöne mittelalterliche Stadt mit Gebäuden zum Teil aus dem 13. Jahrhundert.

Nach dem Marktbesuch am Samstag fuhren wir dann nach Rocamadour. Auf einer Reise ins Perigord ein absolutes Muss, obwohl es nicht mehr direkt im Perigord liegt sondern im Gebiet Lot. Der Ort liegt an einer Steilklippe im Alzou Tal. Am oberen Rand liegt das Schloss, darunter die Wallfahrtkirche und unten etwas oberhalb des Talgrunds der eigentlich Ort. Das Auto oder wie wir unsere Kastenwagen Wohnmobile kann man oben auf großen kostenlosen Parkplätzen abstellen. Wir haben auf dem hinteren Teil unsere Fahrzeuge abgestellt, wo wir dann auch übernachtet haben.

Am nächsten Vormittag besichtigten wir dann Rocamadour. Das Hauptdorf ist halt auch leider sehr auf Tourismus ausgelegt und ein Verkaufsladen reiht sich an den anderen. Nachdem ausgiebig eingekauft wurde, fuhren wir wieder zurück an die Dordogne nach La Roque-Gageac. La Roque-Gageac ist auch ein in  den Fels hineingebautes Dorf. Teilweise sind die Häuser komplett in den Fels integriert und nur die Fassade sitzt außen davor.

Nach einer Übernachtung auf dem Stellplatz von La Roque-Gageac stand als nächstes das Dorf Beynac auf dem Programm. Wobei von einem Programm hier nicht gesprochen werden kann, da der Routenverlauf sich eher aus spontanen Entscheidungen ergab. Beynac ist auch, wie sollte es im Perigord anders sein, ein Dorf das am Steilufer der Dordogne erbaut wurde mit einem dazugehörigen Schloss.

Von Beynac aus ging es dann auf den Stellplatz von Le Bugue. Hier gingen wir dann trotz starkem Regen morgens über den Markt um uns mit frischen Lebensmitteln einzudecken. Da Le Bugue nicht weiter besonders interessant ist und es dazu noch stark regnete entschlossen wir uns nach Perigueux zum Shoppen zu fahren. Abends ging es dann weiter nach Montignac an der Vézère. Hier übernachteten wir direkt am Ufer der Vézère.

Nachdem Besuch des Wochenmarktes trennten sich dann unsere Reisegemeinschaft. Ein Teil musste leider wieder nach Hause fahren der andere Teil wollte noch nachUzès im  Languedoc-Roussillon fahren. Wir verblieben noch in der Region der Dordogne und besuchten die Höhlensiedlung La Roque Saint-Christophe, welche ein Verteidigungs Bollwerk ist, welches in die Felsen gehauen wurde. Die erste Besiedelung der zum Teil vorhandenen Höhlen  war bereits vor 50000 Jahre v.Chr.

Zum Übernachten fuhren wir dann wieder nach Le Bugue, da der Stellplatz schon ideal ist: kostenlos mit Entsorung und Frischwasseranschluss auch kostenlos. Danach ging es dann weiter nach Domme. Domme liegt oberhalb der Dordogne und ist ein  Bastiden-Dorf.

Wir wollten nun ein wenig was anderes sehen als nur alte Gemäuer und Flusslandschaften. Daher führte uns die weitere Reiseroute nun in Richtung Atlantik. Nach einer Zwischenübernachtung beim Friedhof in Montpeyroux erreichten gegen Mittag die Stadt Bergerac.
Bergerac hat zwar einen kleinen mittelaterlichen Kern ist aber sonst eine sehr von Industrie und Weinbau geprägte Stadt.
Der wohl bekanntesten Figur “ Cyrano de Bergerac“ begegnet man in Form von Standbildern gleich zwei mal.

Nachmittags erreichten wir dann die Düne von Pyla  südlich von Arcachon am Atlantik. Die Düne ist die längste und höchste Düne von Europa.

Nach einer ausgiebigen Wanderung auf der Düne suchten wir dann einen Stellplatz für die Nacht. Diesen fanden wir dann in Biscarrosse-Plage. Hier gefiel es uns so gut, dass wir drei Tage blieben und ausgedehnte Strandwanderungen unternahmen.

Irgendwann endet leider jede schöne Reise. Wir mussten leider aus beruflichen Gründen eine Woche früher nach Hause zurück als geplant. Aber wir wollten nochmals das Tal der Dordogne entlang fahren um uns den Zusammenfluss von Dordogne und Vézère ansehen.

Da uns Rocamadour so sehr gefallen hat übernachteten wir auf dem dortigen Parklpatz noch einmal. Mit einer weiterer Übernachtung in Blancy am Stausee und der Rückkehr am Freitagnachmittag zu Hause endetete die leider viel zu kurze Reise.

Aber die nächste Reise ruft!