Côte D´Azur Dezember 2015 bis Januar 2016

 

Nach der weihnachtlichen Familienfeier an Heiligabend rollten wir am Vormittag des 25.Dezember los in Richtung Südfrankreich. Ziel war die Côte D´Azur wo wir den Jahreswechsel gemeinsam mit Freunden in Saint Tropez verbringen wollten und das dortige Feuerwerk das alljährlich am Jahreswechsel dort gezündet wird anzuschauen. Unser erstes Etappenziel war der Stellplatz in Cornas an der Rhone etwas südlich von Tournon wo wir am frühen Abend eintrafen. Kurz nach uns kamen dann noch Frank und Monika mit ihrem Kastenwagen dort an und in der Nacht fanden dann auch noch Roland und Michaela den Weg dorthin.Am nächsten Morgen stand dann ein Spaziergang auf dem Programm um die Region in der Wein angebaut wird ein wenig zu erkunden.

Danach machten wir uns dann mit unseren 3 Kastenwagen auf den Weg zu einem Winzer in der Nähe von L´Isle Sur la Sorgue wo wir auf einer großen Wiese stehen konnten und auf die Ankunft vom Rest unserer Truppe warteten. Nach und nach trafen dann Jacques mit Wilma und Hans mit Gudrun dort ein. Am späten Abend kam dann auch noch Evelyn, sodass wir uns am nächsten Morgen mit 6 Fahrzeugen nach L´Isle Sur la Sorgue fuhren und auf den Sonntagsmarkt gingen.

Nach ausgiebigen Marktbesuch fuhren wir dann in getrennten Gruppen an die Cote Azur nach Ramatuelle auf den Stellplatz direkt hinter den Dünen am Meer wo dann noch 3 weitere Kastenwagenbesatzungen aus dem Freunde Forum waren. Dort verbrachten wir dann gemeinsam 2 Tage. 

Am 30.Dezember fuhren wir dann mit 6 Fahrzeugen nach Saint Tropez auf den Parkplatz beim neuen Hafen. Mit erstaunen mussten wir allerdings feststellen dass die Stadt die Parkgebühren innerhalb eines Jahres von 16 Euro auf 27.90 Euro für 24 Stunden Parkdauer angehoben hat. Wir entschlossen dennoch zu bleiben denn wir wollten ja das Silvesterfeuerwerk anschauen.

Allerdings kamen dann im Laufe des Nachmittags immer mehr Gerüchte auf, dass das Feuerwerk wegen Terrorgefahr abgesagt wird. Während dem Abendspaziergang durch die  Stadt bekamen wir dann Gewissheit dass dem tatsächlich so ist. Enttäuscht gingen wir dann zu unseren Fahrzeugen zurück um einen Alternativplan zu machen. Es ist doch seltsam wie wir uns als so genannte freie Gesellschaft von ein paar Idioten unser gewohntes Leben zerstören lassen. Klar kann ich die Verantwortlichen in den Behörden schon verstehen, die nach so einem menschenverachtenden Terroranschlag welcher der IS in Paris verübt hat,  nun doppelt und dreifach vorsichtig sind. Aber ich finde wir sollten uns von solchen Irren nicht unser Leben diktieren lassen, denn das ist genau das was die wollen. Im Falle des Feuerwerks und der Party die dabei gefeiert wird haben sie ihr Ziel, bedingt durch die Absage, voll erreicht.

Wir liesen uns aber dadurch unsere Zeit nicht nicht vermiesen und fanden dann in der Nähe von  Cavalaire sur Mer einen schönen Parkplatz direkt bei einigen Restaurants am Meer. Hier verbrachten wir dann am Jahreswechsel sehr schöne Stunden mit unseren Freunden zusammen. Am Morgen kam dann die Polizei zu Besuch und machte uns klar, dass wir hier nicht länger stehen können obwohl es keine Verbotsschilder gibt welche das aussagen. Bedingt durch den Ausnahmezustand der von der französischen Regierung nach den Anschlägen in Pais erlassen wurde nutzt nun jeder Dorfpolizist seine Macht absolut aus und legt die Dinge genauso aus wie sie  ihm passen. Wir blieben dann dennoch ein paar Stunden dort stehen.

Nach einem sehr guten Mittagessen in einem der Restaurants verliesen uns Roland und Michaela um in Richtung Heimat zu fahren. Der Rest der Truppe fuhr dann weiter der Küste entlang nach Lavandou auf den Stellplatz. Nach eine sehr ruhigen Nacht und V & E am Morgen fuhren wir dann nach Hyères wo die Anderen auf den Markt gingen und wir aber weiterfuhren nach Giens und uns unterhalb des Dorfes zwischen den Salzseen und dem Meer entlang einer im Winter für den Verkehr gesperrten Straße auf die seitlichen Parkplätze stellten. Dort verbrachten wir dann den Tag mit ausgiebigen Spaziergängen am Meer entlang. Im Laufe des Tages gesellten sich dann auch wieder der Rest der Truppe zu uns.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann gemeinsam  auf die Route des Crêtes die sich zwischen den Orten La Ciotat und Cassis befindet. Von dieser Straße aus hat man sehr schöne Aussichten auf die beiden Dörfer und auf die Landschaft der Calanques.

Die Nacht verbrachten wir dann auf einem Campingplatz von La Ciotat und gingen Abends dann noch gemeinsam Essen um Abschied zu feiern, denn am nächsten Tag löste sich unsere Gemeinschaft in mehrere Gruppen auf. Einige fuhren wieder nach Deutschland zurück, andere fuhren weiter der Küste entlang nach Carro. Sabine und ich fuhren nochmals zurück auf die Route des Crêtes wo wir noch ein paar ausgiebige Spaziergänge machten. Wir verbrachten dort, obwohl verboten, auf einem kleinen Parkplatz eine ruhige Nacht zusammen mit einem Pärchen welches sich mit ihrem Toyota Geländewagen zu uns uns gesellte. Allerdings fuhr in der Nacht die Gendamerie vorbei und signalisierte uns uns durch 3 maliges Hupen dass wir da Nachts nichts stehen dürfen. Am nächsten Nachmittag waren sie wieder da, hupten kurz fuhren dann aber weiter, Für uns war es ein Zeichen ihre Geduld nicht überzustrapazieren. Also machten wir uns auf den Weg zurück in Richtung der Provence wo wir noch bei unserem Winzer vorbei wollten. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir dann auf einem Parkplatz in Cereste einem kleinen hübschen Städtchen im Hinterland der Cote Azur nicht weit entfernt von La Ciotat.

Der nächste Tag führte uns dann, nachdem wir dem Winzer einen Besuch abstatteten und einiges an Wein gebunkert haben, wieder nach L´Lisle Sur la Sorgue wo wir am nächsten Morgen dann noch den Bauernmarkt besuchten. Danach machten wir uns auf den Heimweg und waren so gegen 23.00 Uhr wieder Zuhause.

Was uns auf dieser Reise aufgefallen ist ist die Tatsache, dass Wohnmobilisten an der Côte D´Azur nicht gerne gesehen sind und bedingt durch die Ausnahmegesetze in Frankreich sich das nun noch verschärfen dürfte. Für uns steht fest wir werden dort nicht mehr für mehrere Tage hinfahren. Es gibt in Frankreich auch sonst noch schöne Regionen am Meer.